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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
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Erst in Rothstein, vor der Thüre des Gesellschaftszim-mers, riß er mit möglichster Geschwindigkeit die Hülle desGedichtes ab, legt' es unbesehen auf einen Teller, undtrat mit zahllosen Bücklingen vor die hohen Herrschaften.Indem er aber dem Könige des Festes die Mnsengabe über-reichen wollte, warf er noch einen Blick darauf, rief mitEntsetzen:Ach Gott!" und taumelte, wie von einer Ohn-macht angcfallen, zurück. Man kam ihm zu Hülfe undfragte, was ihm begegnet sey.Ich bin des Todes!" riefer aus.Ein gräßlicher Druckfehler bringt mich umsLeben!"

Der Oberste besah das Titelblatt und rief lächelnd:Dasteht gedruckt: Bei der hohen Verlähmung Sr. Hoch-wohlgeboren u. s. w. Aber" er sagte das dem Herrnvon Hopfenberg ins Ohrder Fehler ist allerliebst,weil Ihnen wirklich bange war, daß aus der Vermäh-lung eine Verlähmung entstehen würde." Er wandtesich dann wieder zum Schulmeister:Beruhigen Sie sich,ehrlicher Alter! Der kleine Mißgriff des Setzers hat nichtszu bedeuten. Es wäre sogar ein Hauptspaß geworden,wenn Ihre Feder das Wort Verbindung gewählt, undman dafür Verblindung gedruckt hätte: denn sehenSie, lieber Benedict, das hier ist des Herrn von Hopfen-bcrg junge Gemahlin, die er sich in der Meinung, daß esmeine Tochter sey, antrauen ließ." Er entschleierte jetztdie Frau von Hopsenberg; Benedict erblickte das Gesichtseiner Tochter, fuhr zusammen, als sah' er einen Geist,und starrte sie dann ohne Laut und Bewegung an.Ja,Vater," sagte Tobias,cs ist Euer Hannchen und meineliebe Frau! Kommt mit uns in ein anderes Zimmer,wir wollen Euch alles erklären."

Der Alte trat mit seinen Kindern ab, kam nach einer