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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
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und begannen mit ihm ein trauliches Gespräch. Indessenschlich die dritte Spicßgescllin mit einer großen Schccrevon hinten heran, ergriff leise den Zopf und wollte ihnmit einigen herzhaften Schnitten vom Haupte trennen. Dochindem sie ansctztc, merkte das Männlein die drohende Ge-fahr, wehrte sich rasend, und schrie aus vollem Halse:Gewalt! Gewalt!" Erschrocken eilten verschiedene alteHerren und Frauen, die in einer nahen Laube am Spiel-tische saßen, mit ängstlichen Gesichtern herbei und spreng-ten scheltend die Verschworenen auseinander.

Diesmal gerettet, gericth er bald darauf zu Hanse nochschlimmer in die Klemme. Er stand auf der Schwelleeines großen Kleiderschrankes, um etwas herausznlan-gen- Plötzlich trat seine Frau hinter ihm in die Stube.Er fuhr, für seinen Haarschweif zitternd, heftig zusammen,der Schrank schlug mit ihm um, und der hohle Rumpf bedeckteihn ohne Schaden; nur sein Zopf, sein unglücklicher Zopf,guckte wie das Schwänzlein einer gefangenen Maus unterdem Rande hervor. Vietoric schoß auf die willkommene Beutezu, und zerrte daran, um ein tüchtiges Stück zum Abschncidenzu gewinnen.Engel! Teufel! laß los!" schrie der Ge-raufte.Ich kaufe Dir einen neuen Hut ein seidenesKleid eine goldene Uhr ein Paar diamantene Ohr-gehänge." Victorie lachte bei dieser Steigerung undzerrte mit verstärkter Heftigkeit bei jedem neuen Gebote.Gut!" sagte sic zuletzt.Ich nehme diese vier Stückeals Loscgeld an; doch damit ist's nicht genug. Ich ver-lange noch eine» französischen Prachtshawl, und so machtder ganze Braß ungefähr dreihundert Thalcr. Gibst Du» mir mm ans der Stelle darüber einen Weichsel, binnenzehn Minuten zahlbar, so behältst Du Deinen Zopf."Er stritt mit Händen und Füßen gegen diese Prellerei;