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niger mit ihr wuchern könne. Kurz, er mußte sich beque-men, sie ohne Löscgeld zn entlassen. Aber wie ein raub-gieriger Plünderer stürzte er jetzt in ihr Zimmer undriß alle ihre Kleider und andere Habscligkeitcn, als seinbezahltes Eigcnthnm, an sich. Mariane, die ihr Großva-ter gleich beim ersten Anblick lieb gewann und in seineArme schloß, gab ihre kleinen Schätze mit Freuden hin,und verließ, wie sie eben gekleidet war, das Haus ihresgrämlichen Stiefvaters, der ihr, als sie Abschied nehmenwollte, den Rücken zukehrtc.
Rudolphs Mutter freute sich der guten und schonen Toch-ter, und vertauschte ihren Wohnort mit dem Landgute desHerrn von Löwcnbnrg, der sie ersuchte, bei ihm und ih-ren Kindern zn leben. Als sie nun dort fast auf denHänden getragen ward und Rudolphs häusliches Glückihre Erwartung weit überstieg, sagte sic oft: „Ende gut,alles gut! Wer hätte gedacht, daß ei» Roman so großeDinge thun könnte! Nun mögen die hohen Herrschaften,die meinem Sohne deßhalb keinen Bissen Brod geben woll-ten, ihre magern Acmtchen behalten."