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„Nun, ich will den leichtfertigen Vogel wohl finden!"versetzte Jener. „Das Haus ist fest verschlossen: er kannnicht entwischen."
Hiermit nahm er zwei Lichter in die Hand und durch-suchte Haus und Hof. Der Bocksbart ließ sich aber nir-gends entdecken: er hatte sich als Geist erwiesen und sichunsichtbar gemacht. Darüber ward der Wirth ganz klein-laut, und Rudolph und die Frauen mußten ihm verspre-chen, die Begebenheit zu verschweigen, damit sein Gasthofin keinen Übeln Nus komme.
Der Romancndichter fand es schicklich und angenehm,des Schulhcrrn reizende Tochter nach Hause zu führen.Er kehrte dann furchtlos in seine Stube zurück, und warfür seine Person mit der Spukgeschichte zufrieden, weil erdurch die gehabte Gelegenheit, den lebendigen Ausdruck desSchreckens zu beobachten, eine brauchbare Ausbeute ge-wonnen hatte. Er schlief ungestört bis an den Morgenund setzte dann seinen Stab weiter-
13.
Auf dem Wege nach der Löwenburg lagen Zwei wüsteSchlösser, die er sich, um das Gelübde der Liebe zuerfüllen, zu Nachthcrbergen ausersehen hatte. Bei demersten kam er des folgenden Tages an. Er ging hinein,fand eine noch nicht ganz zerstörte Halle und wählte siezu seinem nächtlichen Studierzimmer. Da es aber nochnicht Abend war, kehrte er in dem nahe dabei befindlichenMarktflecken ein, aß und trank, und ersuchte den Wirth,ihm einen Tisch und Stuhl, nebst Papier, Federn undzwei Lichtern, in die Halle setzen zu lassen. Stutzend tratder Mann zurück und starrte ihn an wie einen Menschen,