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daß ein Beutel, in den man nichts zn stecken habe, einunnutzes Ding und im gegenwärtigen Falle ein wahrerWindbeutel sey.
Er machte denn, mit Armhut und Degen, die Runde,und Mütterchen trieb ihn in der Folge fleißig an, diesefeierlichen Bittgänge zu wiederholen.
Während der Zeit, als er auf ein Amt wartete, ginger eines Tages aus, um fich eine Schrift, die er nöthighatte, zu kaufen. Er war von dem Buchladcn, den erin Nahrung setzen wollte, noch zwanzig Schritte entfernt,als ihm das Getöse eines heftigen Zankes daraus entge-genschallte. Langsam ging er näher, öffnete die Thürund sah den Buchhändler und einen reisemäßig gekleidetenFremden im hitzigsten Kampfe begriffen. Er wollte sich,da bei diesen Umständen an keinen Handel zu denken war,schon wieder zurllckziehen, als ein junges, schönes Mäd-chen durch eine Thür im Hintergründe des Gewölbes her-bciflog, und sich mit süßer Stimme bemühte, die Strei-ter zu besänftigen und auseinander zu bringen. Aber,blind und taub vor Zorn, achteten sie des Friedensengclsnicht und balgten sich fort, bis endlich der stämmige Buch-händler seinen Gegner, der dürr und ausgetrocknct wieeine Mumie war, zum Weichen brachte.
Rudolph wäre froh gewesen, wenn der Kampf einigeStunden gedauert hätte: denn indem sich die beiden Män-ner in den Haaren lagen, weideten sich seine Augen ander blühenden Anmuth des lieblichsten Mädchens, das erjemals gesehen hatte. Er genoß den ergötzlichen Anblickmit einer solchen Abwesenheit des Geistes, daß er cs garnicht bemerkte, als ihm die Schlägerei immer näher kam.'Aber plötzlich flog ihm die zurückgeworfene Mumie auf