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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
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enthüllt war. Ich stülpte mir hurtig eine Nachtmütze auf,die ich zum höchsten Glück in der Tasche hatte. Meinezartsinnigc Nachbarin sah auf der andern Seite zum Wa-gen hinaus. Der ungeschlachte Postknccht hieb indessenmit seiner Peitsche die Perücke vom Baume herunter,quetschte sie mit Hut und Paß in eine Faust zusammenund warf mir den ganze» Kram auf den Schoos. DiePerücke war so jämmerlich zerstört, daß ich mich ihrer indiesem Zustande nicht bedienen konnte, wenn ich nichtwie ein betrunkener Dorfschulmeister ausschcn wollte. Ichmußte also mit der Nachtmütze unter dem Hute wie einzu Markte ziehender Hechelmacher die Reise fortsctzcn.

Madame Fcrber benahm sich, als hätte sic die ganzeKette von Unfällen nicht bemerkt. Bald darauf stand einrothköpfiger Junge am Wege.O, sehn Sie doch dashübsche Kind!" sagte sic mit himmlischer Güte.Selbstsein Haar, dessen Farbe oft bespöttelt wird, gefällt mir.Ich habe auch gehört oder gelesen, daß cs vormals beiden alten Deutschen beliebt gewesen sey."Sehr be-liebt!" fiel ich muthig ein, ob ich gleich diese Bemerkungfür weiter nichts, als eine höfliche Erfindung hielt undnoch halte.Aeußerst beliebt!" fuhr ich fort.Aberwir auSgcartetcn Deutschen sind leider in allen Dingendie Gegenfüßler unserer wacker» Bätcr."

Jndeß wir über diesen reichhaltigen Stoff unsere Ge-danken noch weiter gegen einander austauschten und derSchriftsteller im Hintergründe fleißig nachschricb, kippteplötzlich der Wagen, und, wie man eine Hand nmkehrt,lag er in einem tiefen Moraste. Wir stürzten inwendigwie ein Chaos, das sich gestalten will, durch einander.Der Dicke ward durch seine Schwerkraft der Grundstein;auf ihn fiel die Dame, und ich auf sie. Doch die beiden