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ja nicht aus langer Weile oder leidiger Neugier. Derbiblische Spruch: „Es ist nicht gut, daß der Mensch al-lein scp," versetzte mich in die Postkutsche: denn in Gim-pelwalde, wo ich bekannter Maßen als dritter Lehrer betder Hauptschule eingestellt bin, betrugen sich die vorneh-men Jungfrauen sehr spröde gegen mich, und schienen be-sonders seit einem gewisse» Tage insgcsammt verschworen,mir Körbe zu flechten, wenn ich mich einer von ihnen alsFreier genaht hätte.
Da ich aus bewegenden Gründen, die ich in der Folgeanzcigen werde, die Geschichte meiner gegenwärtigen Braut-fahrt aufzcichne, so will und muß ich auch jenes schwar-zen Tages, der mächtig darauf ciuwirkte, mit einigen Wor-ten gedenken.
Das Amtsjubelfcst unscrs würdigen Oberpfarrers wurdemit großer Pracht gefeiert. Alle Standcspcrsoncn vonGimpclwalde waren mit Frauen und Töchtern zur Tafelgeladen. Auch meine Wenigkeit zog man dazu. Das warmir überaus angenehm, weil cs mir eine längst erwünschteGelegenheit darbot, den jungfräulichen Blumenflor desStädtchens beisammen zu sehen, und mir davon die schönsteRose zu erkiesen. Aufs beste geschmückt, doch eben deß-halb etwas spät, kam ich in den Vcrsaminluugssaal. Diehohe Gestalt des Herrn Superintendenten ragte aus demglänzenden Kreise hervor. Ich drängte mich rasch zu Sr.Hochwürdcn, und bezeigte demselben mit zierlichen Wortenund Reverenzen meine schuldige Ehrfurcht. Es ging allestrefflich. Als ich mich aber wieder zurllckzog, trat ichunglücklicher Weise den Herrn Justizamtmann auf den gich-tischen Fuß. Er ächzte laut; ich, wie der Blitz herum,bat um Verzeihung und beugte mich tief. Dadurch gc-rieth meine Hinterseitc, und besonders ein gewisser, nicht