I.
Magister Zimpels Brautfahrt.
Erste Station.
Nehfcld, am 8. Mai 1811.
^a, wär's nicht gegen Amt lind Würde, ich fluchte wieein Dragoner! Der verdammte Postwagen! Sein Umsturzzermalmte mir die herrlichen Blüthcn eines ersehnten Glücks.— Ach, warum duldet der gute Fürst solche Mordwegein seinem Lande! Wagner, Schmiede, Wundärzte und bis-weilen sogar die Todtengräber gewinnen freilich dabei.Man zieht Geld ins Land von Fremden, die außerdemweder neue Reisewagcn bei uns kauften, noch sich Arm-und Beinbrüche heilen ließen, und am wenigsten unsereKirchhöfe zu ihren Ruhestätten erwählten. Ich sehe dieseBortheile vollkommen ein; aber bei dem allen ist's hart,wenn ein Landskind, ein ehrbarer Magister, gleich auf derersten Station einer mit der möglichsten Vorsicht unter-nommenen Reise umgcworfcn wird, und aus den Armender Liebe und der Hoffnung aus die Nase fällt.
Womit habe ich dieses Unglück verschuldet? Ich reise