zu einige» nähern Beziehungen auf jene Gesellschaft an-wcndeten."
Moritz fand diesen Einfall allerliebst, und ersuchte denMarioncttenspiclcr, sein Drama vorzulcscn. Es geschah;die Schnurre ward belacht; Franz ließ sich überreden, sie»och mit ein paar Knüttelversen zu bereichern, und Lorenz(der bis jetzt nicht mehr daran gedacht hatte, sein Theaterin Fchdingcu aufzuschlagen, weil er in Franzens Hauseohne eigene Unkosten lebtet entschloß sich, einige Vorstel-lungen zum Besten der Armen zu geben.
Die Erlaubniß hierzu mußte bei dem Dircctor gesuchtwerden. Lorenz ging hin. Herr Schneller empfing ihnin der Angst seines bösen Gewissens ungemein höflichund zitterte mit veränderter Gesichtsfarbe vor seinem An-bringen. Es war nicht so schlimm, als er sich vorgestellthatte; dennoch ging ihm die Bewilligung der vorgctrage-nen Bitte schwer vom Munde. Er besorgte, Herr Jo-nas würde es ihm sehr übel nehmen, wenn er sich gegenein Mitglied der feindlichen Partei gefällig bezeigte. Dochauf der andern Seite wagte er keine abschlägige Antwort,um die zahlreiche Klasse der Armen, die er und sein Schwie-gervater größten Theils in ihren Nothstand versetzt hatten,nicht gegen sich aufzubringen. Auch schien es ihm nichtrathsam, den Marionettenspieler selbst vor den Kopf zustoßen. Konnte er nicht die wahre Veranlassung seinerGefangenschaft von Franzen erfahren haben und den Ur-heber derselben bet der Regierung verklagen? — So sieg-ten zwei Gründe über Einen, und Lorenz erhielt die Er-laubniß, seine Bühne auf einem S aale des Nathhauscs zuerrichten.
Schncllcrs Ahnung traf ein: sein Schwiegervater kapi-telte ihn derb, ungeachtet er sich durch Anführung der be-