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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
56
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gcwitter; der Gastwirth baut einen Kaufladen! AufSpekulation, sagt der Narr; aber er hat sicher schon einenWagehals auf der Seite, der sich, mir zum Verderben,dort einnistcn soll. Gott sep Dank, ich habe Geld!Damit trotz' ich dem Teufel in der Hölle! Ich bin gegenJeden, der in mein Recht eingreifcn will, zum Kampfgerüstet, und wehre mich bis zum letzten Athemzugc. Steh'Er mir treulich bei, Monsieur Polykarp! Geh' Er vorallen Dingen zum Schreiber des Directors, forsch' Ernach, ob etwas gegen uns im Werk ist, und werft Erallenfalls ein halbes Pfund des etwas muffig gewordenenSchnupftabaks Seinem Freunde an de» Hals; denn dieZunge dieses Menschen hängt mit seiner Nase genau zu-sammen."

Polykarp gestand das lächelnd ein; aber er hatte seinenFreund Kiclhasc zu lieb, als daß er ihn mit einer anbrü-chigen und halbverdorbenen Waare hätte beschenken sollen.Er wählte im Gegcntheil die beste Sorte; doch die Spendewar verloren, weil die Zunge, die er damit lösen wollte,nichts zu vcrrathcu hatte. Der dankbare Empfänger durch-wühltc vergebens alle Papiere seines abwesenden Herrn,um dem Geheimniß auf die Spur zu kommen. GlücklicherWeise hatte der Director Franzens Brief verbrannt, und sofand sich kein schriftliches Wort, das auf die Sache Bezughatte. Wohlgcmuth erstattete Polykarp seinem Prinzipaldarüber Bericht: aber Herr Jonas schöpfte wenig Trostdaraus, da er von Stunde zu Stunde Nachricht erhielt,daß der Ladenbau jenseit des Stromes rasch fortrückte.