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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
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ehrlichcr Man» bin! wegen einer gleichgültigen Sache hatsich Frcnnd Faßmann nicht in Bewegung gesetzt."

Getroffen, hochedler Herr Gevatter!" antwortete derGastwirth und trug Franzens Angelegenheit vor.

Aber seine Erwartung, daß darüber sogleich ein großerJubel entstehen werde, blieb unerfüllt. Herr Schnellerging mit oft wiederholtemHm! hm!" auf und ab, nahmhäufig Tabak, blieb bisweilen sinnend stehen, sah starr hinauf die Dielen, und setzte dann mit Kopfschütteln die Reisedurch's Zimmer fort.

Als dieser innere Gedankenkampf, den Faßmann undseine Klienten schweigend beobachteten, einige Minuten ge-dauert hatte, begann die obrigkeitliche Person in einemfeierlichen Tone:Meine Herren, es wäre löblich und gut,und, so wahr ich ein ehrlicher Mann bin! für gemeinesBllrgcrwohl nützlich und ersprießlich, wenn dem drückendenMangel eines Kaufladens auf jener Seite der Stadt ab-geholfeu würde; allein ich gestehe aufrichtig, daß ich Fel-sen von Schwierigkeit und Hindernissen vor mir sehe, undich fürchte, ich fürchte, sic werden sich nicht beseitigen las-sen. Ihr wißt, Gevatter, weß Geistes Kind unser Bullingist! Der Vortheil ist sein Gott, und er läßt keinen Mit-werber um den Segen dieser Gottheit neben sich aufkom-men. Das war, so lange wir ihn kennen, sein Charakter,und er wird ihm auch jetzt treu bleiben. Drum gibt'ssicher einen Krieg, einen heftigen Krieg, bei dem ich, sowahr ich ein ehrlicher Mann bin! neutral bleiben muß.Versuchen Sie, mein Herr, die landesfürstlichc Bewilli-gung zum Handel in dieser Stadt zu erhalten. Es sollmir lieb sepn, wenn's Ihnen glückt; nur erwarten Sievon meiner Seite keine Unterstützung, wobei ich die hei-