helfen. Er ist mein Freund und Gevatter, und lauertfett ein paar Monaten auf eine gute Gelegenheit, demalten Jonas einen Rang abzulaufen, weil er ihm seineälteste Jungfer Tochter, die mein Herr Gevatter heirathcnwollte, trotzig versagt hat."
Hierauf erbot sich Faßmaun, mit Franzcu sogleich zumDirektor zu gehen, ungeachtet er voraus wisse, daß dieganze Stadt über seine ungewöhnliche Erscheinung aufder Straße erstaunen und sie beinahe für ein Vorzeichendes jüngsten Tages anschen werde.
Von Rachlust thätig gemacht, verließ er hüpfend undspringend die beiden Freunde, um sich anzukleiden. Erblieb lange aus, und als er endlich zurück kam, war erin einen alten, abgetragenen Ucberrock gehüllt. „Verzei-hen Sie, meine Herren," sprach er, „daß ich Ihren nettenKleidern zumuthc, sich neben meinem groben Kittel öffent-lich sehen zu lassen. Ich kann mir nicht anders helfen.Meine ganze Prachtgarderobe, die ich seit mehreren Jah-ren nicht gebraucht habe, ist mir zu enge geworden; ichkonnte kein Stück auf den Leib bringen, und mußte amEnde zu dieser unscheinbaren Hülle greifen."
„Was thut das?" sagte Franz. „Das Kleid machtnicht den Mann."
Sic gingen nun hin an den Strom; denn der Direk-tor wohnte ans jener Seite.
Der Fährmann ließ vor Verwunderung das Ruder sin-ken und schlug die Hände zusammen, als das Fahrzeugunter der Last des einschreitcndcn Kolosses erbebte. „Um'sHimmels willen fein sachte!" rief er: „wir gehen sonstmit Mann und Maus unter! — Wahrlich, Herr Faß-mann, Sie sollten hundertfaches Passagiergeld bezahlen!