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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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gendhaftcn Paar. Möge ich noch viele Tage von Maien-thal zn malen bekommen, und Viktor noch viele da ver-leben!

15. Hundsposttag.

Der Abschied.

9^ch heute geht er schon! Die bisherigen Rührungen undGespräche hatten die zarte Hülle, die Emanuels schönen Geistwie eine Tulpe die Biene verschließet, zu sehr erschüttert:blaß und wankend stand er auf; und der Blinde war amglücklichsten, der weder diese Blässe, noch das weiße Tucherblickte, das er zu Nachts statt vollzuweinen vollgcblutethatte. Er selber hatte noch das bleiche Abendroth der gestri-gen Freude auf dem Angesicht; aber eben diese Gleichgültig-keit gegen seine auSlöschcndcn Tage, dieses schwächere leisereSprechen machte, daß Viktor die Augen von ihm wcgwcn-dcn mußte, so oft sie lange an ihm gewesen waren. Emanuelsah ruhig, wie eine ewige Sonne, auf den Herbst seinesKörpers herab; sa se mehr Sand aus seiner LebenS-Sand-uhr herausgcfallen war, desto Heller sah er durch das leereGlaS hindurch. Gleichwol war ihm die Erde ein geliebterOrt, eine schöne Wiese zu unfern ersten Kinderspielen, under hing dieser Mutter unscrS ersten Lebens noch mit derLiebe an, womit die Braut den Abend voll kindlicher Er-innerungen an der Brust der geliebten Mutter zubringt, eh'sic am Morgen dem Herzen des Bräutigams entgegen zieht.