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drücken und unser Herz erheben kann, wurden heute zu Fra-gen — die Fragen zu Hoffnungen — die Hoffnungen zuAhnungen. Es gibt Wahrheiten, von denen man hofft, großeMenschen werden stärker von ihnen überzeugt seyn, als mancs selber seyn kann; und man will daher durch ihre Ucber-zcugung die seinige ergänzen. Dahore hielt die zwei großenWahrheiten (Gott und Unsterblichkeit), die wie zwei Säulendas Universum tragen, fest an seinem Herzen; aber erfragtewie die seltnen: Menschen, denen die Wahrheit nicht blosdas Schaugericht der Eitelkeit und der Nachtisch des Kopfesist, sondern ein h. Abend- und Licbemahl voll Lcbens-geist für ihr müdes Herz, er fragte wenig darnach, wenner keine Anhänger machen konnte. Viktor fühlte, daß er denArtillerietrain und die elektrischen Pistolen und Batteriender Diöputirkunst besser zu handhaben verstehe, als Emanuel;aber er würde seine eigne Zunge verabscheut haben, wennste ihre Leichtigkeit gegen diese schöne Seele gerichtet hätte.Er schwieg aus zwei Gründen. „Versuch' es, sagt' er, von„einer großen, dein ganzes Wesen umfassenden leuchtenden„Wahrheit auf dem fliegenden Sckundenwciser, worauf man„im flüchtigen Gespräche steht, mit den wenigen trocknen„Tuschen^ womit menschliche Ideen anzufärbcn sind, und mit„der unbchülflichen Menschenzunge, womit du diese Farben-„körner auöbreiten mußt, versuch' cs, von deiner Wahrheit„ein Schmelzbild, ein Altarblatt zu geben — wahrhaftig ein„Schattenriß, ein durchsichtiges Sternbild wird alles seyn,„waö du liefern kannst." Der lichte Himmel gewisser ein-facher tieffühlendcr Menschen hüllet, wie der äußere, alleseine Sonnen, die wärmste ausgenommen, mit dem Scheineines öden Blaues zu; aber der unreine Himmel anderer voll