gekommen, die Ucbergabe unter der poetischen Einkleidungeiner historischen Benestzkomödie mit derjenigen Würde ab-zumalcn, die Theater geben. Ich habe dazu soviel und mehrEinheit des Orts — (drei Zimmer) —, der Zeit — (denVormittag) —, und des Interesse — (den ganzen Spaß) —,in Händen, als ich brauche. Und wenn ein Autor nochdazu — das thu' ich — vorher die bctrübtestcn ernstenWerke durchliesct, Joungs Nachtgedanken — die akatholischcngrav.liniiia der Lutheraner — den dritten Band von Sieg-wart — seine eignen Liebebricfe; scrncr wenn er stch's nochimmer nicht getrauet, sondern gar vorher Home's undBcattic's treffliche Beobachtungen über die Quellen desKomischen vor sich legt und durchgeht, um sogleich zu wissen,welchen komischen Quellen er auözuwcichcn habe: so kannein solcher Autor schon ohne Besorguiß der Prahlerei seinenLesern die Hoffnung machen und erfüllen, daß er, des Komi-schen sich so komisch erwehrend, vielleicht nicht ohne alle Zügedes Erhabnen liefern und malen werde folgende
historische Benefizkomödie von der Uebergabeder Prinzessin, in fünf Akten.
(Das halbe Wort Benefiz bedeutet blos den Nutzen, den ichselber davon habe.)
Erster Akt. Unter drei Zimmern ist das mittlereder Schauplatz, wo man spielt, der Handelsplatz, wo manauSlcgt, der Korrelazionsaal (regenspurgisch zu reden), woalles Wichtige zeitigt und reift — hingegen in dem erstenNachbar-Zimmer steckt der italiänischc, im zweiten der Flach-sensingischc Hofstaat, und jeder erwartet ruhig den Anfangeiner Rolle, für die ihn die Natur geschaffen. Diese zweiZimmer halt' ich nur für die Sakristeien des größten.