eine Bicnc um ihn zog, und licß sie ruhig in den Schachtseines eignen Blumenstraußes einschlagen — er übte in je-dem Dorfe, das ihm der bunte Grund vorhielt, die Durch-ganggercchtigkcit, und begegnete am liebsten Kindern, derenTage noch so spielten wie seine Stunden — —
Aber Menschen vermied er ... .
Und doch sprang aus seinem Herzen eine hohe Quelleder Liebe, die bis zum entferntesten Bruder drang; und dochwar er so sehr ohne Ichsucht, so ohne jene empfindsameIntoleranz, die den Grad und die Quelle mit der Herrn hu ti-schen gemein hat.-Der Grund aber war der: der
erste Tag einer Reise war ganz anders als der zweite, dritte,achtzigste. Denn am zweiten, dritten, achtzigsten war erprosaisch, humoristisch, gesellig, d. h. sein Herz hing sich wiegehäkelter Same überall an, und schlug die Wurzeln seinesGlücks in jedem fremden Schicksal ein. Aber am erstenTage kamen verhüllte Geister aus alten Stunden in seineSeele, welche verschwanden, wenn ein Dritter sprach — einesanfte Trunkenheit, die ihm der Dunstkreis der Natur wieder eines Wcinlagers mitthcilte, legte sich wie eine magischeEinsamkeit um seine Seele . . . Warum will ich aber denersten Tag schildern, eh' ich ihn schildere?
In den ersten Stunden der Reise war er heute frisch,froh, glücklich, aber nicht selig: er trank noch, allein er warnicht trunken. Aber wenn er so einige Stunden mit schöpfen-dem Auge und saugendem Herzen gewandelt war durch Pcr-lenschnüre bethauetcr Gewebe, durch sumsende Thälcr, übersingende Hügel, und wenn der veilchenblaue Himmel sichfriedlich an die dampfenden Hohen und an die dunkeln wieGartenwände übereinander steigenden Wälder anschloß; wenn