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einer ganzen Bibliothek ungcdrucktcr Gedanken in die Erde,und blos einige wenige Bücherbretter voll gedruckter lasset erin die Welt auSlaufen.
Viktor stellte an den Fürsten die gewöhnlichen medizi-nischen Fragstücke, nicht blos als Leibarzt, sondern auch alsMensch, um ihn zu lieben. Obgleich Leute aus der großenund größten Welt wie der Unter-Mensch, der Urangutang,im Lösten Jahre ausgelebt und ausgestorbcn haben — viel-leicht sind deswegen die Könige in manchen Ländern schonim 14ten Jahre mündig — so hatte doch Jenner sein Lebennicht so weit zurückdatirt, und war wirklich älter als man-cher Jüngling. — Am meisten bemächtigte sich der Fürst desguten warmen Herzens Sebastians durch das schlichte Be-tragen ohne Ansprüche, das weder der Eitelkeit noch demStolze diente, und dessen Aufrichtigkeit sich durch nichts vonder gewöhnlichen unterschied, als durch Feinheit. Viktor hatteschon Vasallen neben dem Munde ihres Lehnherrn so stehensehen, daß der letzte auösah wie ein Haifisch, der quer einenMenschen im Nachen trägt; aber Jenner glich einem Petcr-männchcn*), das darin einen hübschen Stater vvrweist.
Dem Hofkaplan war's, da er kam, in seinem Erstau-nen über einen gekrönten Gast unmöglich, Lippe oder Fußzu rühren; er verblieb unbeweglich in der weiten WasserhosedeS Priesterrocks, der um ihn wie um Marzipan cinRcgal-bogen geschlagen war. DaS einzige, was er sich erlaubteund erfrechte, war — nicht die Bibel (den Mauskloben)wegznlcgcn, sondern die — Augen heimlich in der Stube
*) So heißet der Fisch, in dessen Maule Petrus die SteuerChristi gefunden.