das männliche Gesicht — ob es gleich, wie gewisse Ge-mälde aus Schreib-Lettern, eben so aus lauter Buchstabender Physiognomik gemacht ist — hat doch die Natur dieLesemütter und Malzeichen der Wollust sehr klein geschrieben,aus das weibliche aber größer; welches ein wahres Glücksür das erste und stärkere und — unkeuschere Geschlechtist. Ueberhaupt ist Ehebrechen sür Jenner-Fürsten nichtsals eine gelindere Art von Regieren und Kriegen. Und dochstellen rechtschaffene Regenten die Weiber, sobald sie solcheerobert haben, stets dem vorigen Ehehcrrn mit Vergnügenwieder zu. ES ist aber dieß dieselbe Große, womit die Rö-mer den größten Königen ihre Reiche Wegnahmen, um sienachher damit wieder zu beschenken.
Da Fürsten nicht wie die Juristen böse Christen, son-dern lieber keine sind: so nahm Jenner unsern Viktor durchverschiedene Funken von Religion und durch einigen Haßgegen die gallischen Enzyklopädisten ein; wiewol er einsah,daß für einen Fürsten die Religion zwar ihr Gutes, aberauch ihr Schlimmes habe, da nur ein gekrönter Atheist, aberkein Theist das unschätzbare xrivilsZmm eis nur, axpeUamlabesitzt, das darin besteht, daß die beschwerte Partei nicht(per oder durch einen salto mortale) an die höchste
Instanz außerhalb der Erde appclliren darf.
Das Gespräch war gleichgültig und leer wie jedes insolchen Lagen. Ueberhaupt verdienen die Menschen für ihreGespräche stumm zu seyn; ihre Gedanken sind allezeit besserals ihre Gespräche, und cS ist Schade, daß man an guteKöpfe keinen Barometrographen oder kein Sctzklavier an-bringen kann, das außen alles nachschreibt, was innen ge-dacht wird. Ich wollte wetten, jeder große Kopf geht mit