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fourier, der in Kussewiz das Quartiermeisterthum für diefürstliche Braut versah, dahin ab, um fo lange da zu seyn,als er da unnöthig war. Zeuscl wollte durchaus auf denFlachsenfingischen Hof mit etwas anderem Einfluß haben, alsmit seiner Klystier-Wasserkunst, und durch anderes aus denHofstaat wirken, als durch Senesblätter; daher kaufte eralle geheime Nachrichten (er besserte sie sogleich in öffentlicheum), die er über neue Luftcrschcinungcn der Hofluft cinzog,theuer auf, und dann, wenn einige Leute von den Thron-staffeln hcrabpurzelten, lächelte er fein genug und bemerkte,er hoffe, diese hätten ihn für ihren Freund genommen undsein Bein nicht gesehen, das er ihnen aus seiner Apothekeheraus heimlich untergeschlagen. Er war trotz einiger Her-zensgüte ein Lügner von Haus aus, nicht weil er boshaft,sondern weil er fein seyn wollte; und dämpfte seinen gesun-den Verstand, um witzig zu perlen. —
Gegen Viktor, als künftigen Hofmann und Gönner,wußt' er doch nicht den aufrechten Hof-Anstand anzunehmen,der sich und andere zugleich ehret; aber gegen die Pfarrleutebeobachtete er die ordentliche Hof-Verachtung hinlänglich,und zeigte ihnen genugsam, wie wenig er, ohne Absichtenauf den Sohn des Lords, nur über ihre Gartenmauer oderFensterbrüstung geschauet hätte, geschweige gekommen wäre.Viktor haßte an seinem Nächsten nie etwas anders, als denHaß der andern Nächsten; und seine Achtung aller Stände,seine Verachtung aller Standes-Narren, sein Groll gegenZeremonien und feine humoristische Zuneigung zu denkleinenBühnen des Lebens machten den größten Kontrast mit dempharmazeutischen Aufgußthicrchcn, und mit dessen Ekel vorMenschen und mit dessen Bücken vor Großen.