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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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bunten musivischen Scherbenrand; seine Familie war seineRändelmaschine, ich meine, sie mußte ihm die wenigen Por-zellantassen zerbrechen, die er brauchte, um mit diesem buntenStreuzucker ansehnlichere Partien zu heben, wie ein Fürstsich mit den bunten, durch die Knopflöcher seiner Vorzimmergezognen Ordensbändern einfasset und beringet. Da er dieTassen nicht ganz um die Beete setzen konnte, sondern erstdurch seine Schcidekünstler zerlegt: so muß ein Rezensent,der bei ihm isset, meinen Wink benutzen, um sich's zu er-klären, wenn ein solcher Lungcnsüchtiger nicht vor Zorn außersich ist, sobald sehr kostbares Geschirr zerbrochen wird; dennbloö bei elendem ist er seiner nicht mächtig. Jede Ehefrausollte ein solches Beet als Arndts Paradiesgärtlcin, alsSchädelstätte für Porzellan von geänderter Fa^vn ab-stcchen, zum Besten ihrer Seele, um bei Sinnen zu bleiben,wenn eine Tasse fälltSchatz! würd' ich sagen, haltedieses Unglück wie eine Christin aus, es nützt dir entwederdort in der Ewigkeit oder hier im Garten."

Nahe an einem Hause nehmen sich die holländischenGartcnschnörkel mit ihrer häuslichen Winzigkeit besser aus,als die erschütternde Natur mit ihrer ewigen Majestät. Ey-mannö geschnitzter Pfarrgarten war im Grunde blos einefortgesetzte Wohnstube ohne Dach und Fach.

Als der Pfarrer unfern Viktor im Garten herumzerrcte,hätte der Gast beinahe vergessen, das Jdeemnagazin im Gar-ten zu loben, blos weil er zu neugierig und zu warm derAnkunft Klotildcns und ihrem Benehmen gegen seinen Freundentgcgensah. Zum Glücke siel cS ihm ein, daß der Pfarrerans Räuchopfcr und Räuchfässcr sich spitze; er hintcrging einLorbeer-hoffendes Herz so ungern, daß er sich eben darum