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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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gen hätte nahm unfern gutmcincnden Helden mit deraufrichtigsten Stimme auf, die noch aus einem falschen Ju-dasbusen gekommen, und mit dem listigsten Gesicht, auf demnie die Täuschungen der Liebe (wie cs schien) Platz zu einerMiene hatten finden können.

Die neue Gesellschaft nahm aus einmal Viktors Verle-genheit weg. Er bemerkte zwar bald die besondern Fecht-und Tanz-Stellungen des Bundes gegen einander: Klotildeschien gegen alle zurückhaltend und gleichgültig, außer gegenihren Vater nicht die Stiefmutter war fein gegen denKammerherrn, hochmüthig gegen die Stieftochter, verbindlichgegen Viktor und leicht- und gehorchend-koket gegen Mat-thicu dieser war gegen das Ehepaar abwechselnd schmeich-lerisch und spottend, gegen Klotilde eiskalt, und gegen meinenHelden so höflich wie Le Baut gegen alle. Glcichwol warViktor froher und freier als alle, nicht blos weil er imFreien war da ein Zimmer allemal wie ein Stockhausauf ihm lag und ein Sessel wie ein Fußblock -- sondernweil er unter feinen Leuten war, die (trotz der spitzigstenVerhältnisse) dem Gespräche vier Schmetterlingflügel geben,damit er als Gegenspiel der klebenden Raupe, die sich insedem Dorn aufspießct ohne Getöse und in kleinen Bö-gen über Stacheln fliege und nur auf Blüten falle. Er warder größte Freund feiner Leute und feiner Wendungen; daherging er so gern in die Gesellschaft eines Fontcnelle, Crebil-lon, Marivaur, des ganzen weiblichen Geschlechtes und be-sonders des anständig koketten Theils desselben. Man werdenicht irre! Ach an seinem Flamin, an seinem Dahore, angroßen, über die feinen, feigen, leeren Mikro-Kosmologender großen Welt erhabnen Menschen hing glühend seine ganze