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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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lich nichts anders machen als den ästhetischen selbstsüchtigenempfindsamen Schuft. Wenn ich letztes wünschte, so könnt'ich mich nur damit entschuldigen, daß ich dann ctwan zueinigen biographischen Mordthatcn und Duellen käme; ichhoffe aber, ich werde schon ohne Nachtheil der Moral undehrlich eS zu einem und dem andern Mord- und Todtschlagin diesen Blättern treiben wenigstens im letzten Bande,wo jeder ästhetische Schnitter seine Leute ausholzct, unddie Hälfte in die Oublictte oder Familiengruft des Dintcn-faffcs wirft.

Viktor hatte zu viel Jahre und Bekanntschaften, um soohne Respekt-Tage und Doppel-Uso auf dem Platzenoch vor dem Abendessen ein, ciUs-äni« was hast duwas kannst du verliebt zu werden. Sein Sehnerve zer-faserte sich täglich in feinere zärtere Spitzen und berührtealle Punkte einer neuen Gestalt, aber die wunden Fühlfädenkrümmten sich leichter zurück; in jedem Monate machte einungesehenes Gesicht, wie neue Musik, einen stärkern undkürzcrn Eindruck. Er konnte sich nur in die Liebe hinein reden, nicht hineinschaucn. Blos Worte, von Tugendund Empfindung beflügelt, sind die Bienen, die den Samen-staub der Liebe in solchen Fällen von einer Seele in dieandre tragen. Eine solche bessere Liebe aber wird vom klein-sten unmoralischen Zusatz vernichtet; wie könnte sie sich zu-sammensetzen und heraufläutern in einem besudelten Herzen,das der Hochverrats, gegen einen Freund erfüllte?

Viktor wollte schon um halb zehn Uhr ins Schloß, aberdie Kammcrherrin hatte die Augcnbranncn und den Seiden-pudel noch nicht ausgckämmt. Seebaß brachte n'n Bildetan Flamin: