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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
Entstehung
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Dichtkunst stellte, fand an der folgenden Madonna oderKlo-tilde des Malers Geschmack:

Wenn mein Ich ein einziger Gedanke ist und brennt,und wenn ich, von Flammen umweht, die Hand in Farbentauche, um mich darin abzukühlen wenn dann die hoheSchönheit*), die ewig in mir stralet, ihr Spiegelbild aufdie Wellen, die Himmel und Erde zitternd malen, herun-terfallen lasset und den klaren Strom entflammt, wenn als-dann ein dem Himmel cntsunknes Pallasbild auf dem Stromeruht, eine Lilienhülle und eines aufgcflogncn Engels weg-gclegte Flügeldecke eine Gestalt, deren unbefleckte Seelekein Leib, sondern der Schnee umwallet, der um den ThronGottes liegt, und aus dem die Engel ihre flüchtigen Reise-körper bauen und wenn die zarteste Bekleidung zugrob und hart und ein hölzerner Rahmen um diesen geisti-gen Hauch auf dem Antlitz wird, um diesen zitternden Blu-mcnsammet von Fleisch, um diese Haut aus weißen Rosenvon rothen durchglommen wenn dieser Wiederschein mei-ner leuchtenden Seele auf die Farbcnfläche fällt: so wen-det sich jeder um und denkt: Klotilde ruht am Ufer undschlummert. . . . Und hier ist meine Kunst aus; denn ach,wenn sie erwacht, und wenn erst die Seele diese Reize wieSchwingen bewegt wenn die verschlossene Lippcnknoöpezum Lächeln aufbricht, und der Busen einen halben Seufzereinathmet und blöde nicht ausathmct wenn die Seufzerin Gesänge verhüllet aus diesen Lippen, die wie zwei See-

Das Ideal des Schönen.

**) Wie die Rabbinen nach Eisenmengers Judenthum U. II. 7.glauben.