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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
Entstehung
Seite
80
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Flamin, anstatt durch diesen erschöpfenden Ausdruck un-srer sprachlosen Liebe befriedigt zu seyn, wurde setzt einlebendes fliegendes Feuer.Viktor! in dieser Nacht gib mirdeine Freundschaft auf ewig, und schwöre mir, daß du michnie in meiner Liebe zu dir stören willst!" O du Guter!ich Hab' dir ja längst mein Herz gegeben, aber ich will gernheute wieder schwören.Und schwöre mir, daß du michniemals in Unglück und Verzweiflung stürzen willst."Flamin! das thut mir zu weh.O ich fleh' dich an,schwöre es und hebe deine Hand aus und versprich mir, wenndu mich auch hast unglücklich gemacht, daß du mich dochnicht verlassest und nicht hassest. . . . (Viktor preßte ihnan sich) Sondern wir gehen hieher, wenn wir uns nichtmehr aussöhnen können o es thut mir auch wehe, Vik-tor! hieher und umfassen uns und stürzen uns hinabund sterben" Ja! (sagte Viktor erschöpft leise) o Gott!ist denn etwas vorgcgangcn?Ich will dir alles sagen:nun leben und sterben wir mit einander" O Flamin!wie lieb' ich dich heute unaussprechlich!Nun lass' ichdich in mein ganzes Herz sehen, Viktor, und offenbare diralles."-

Aber eh' er's konnte, mußt' er vorher sich durch Ver-stummen ermannen, und sic schwiegen lange, in den inner»und den äußern Himmel vertieft.

Endlich könnt' er anfangen und ihm erzählen, daß jeneKlotilde, über die er heute gescherzt, sich mit unauslöschlicherSchrift in sein Inneres geschrieben daß er sie weder ver-gessen noch bekommen könne daß das schleichende Fiebereiner furchtsamen wahnsinnigen Eifersucht aufreibend in ihmbrenne daß er mit ihr zwar kein Wort über seine Liebe