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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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nicrksamkcit um den ruhigen Blinden. Der Kaplan gucktemit einer lächerlichen Angst und Qual auf das schlafendeWochcnkind, um mit ihm bei dem kleinsten Schrei sogleichaus dem Staarstcchzimmer hinauSzulaufcn. Agathe undFlamin hielten sich weit vom Pazicntcn, und beide mit glei-chem Ernst. Die edle Mutter Flamins näherte sich mit ihremvon Freude und Sorge und Liebe zugleich ergriffenen Her-zen, und mit ihren überfließeudcn Augen, die dem erschütter-ten Herzen gehorchten. Viktor weinte bang und froh nebendem stummen Vater, aber er zerquetschte heftig seden Tro-pfen, der ihn stören konnte. So theilt jede Operaziondurch das Steigen der Zurüstungen dem Zuschauer Herz-klopfen und Bangen mit. Nur der verhüllte Dritte einMensch, der sein Haupt wie ein hohes Gebirge kalt und hei-ter über eine Fcuerzone hob dieser hielt der kindlichenHand ein schweigendes Angesicht ohne Zuckung vor; er bliebvor dem Schicksal gefaßt und stumm, das setzt entscheidenwollte, ob seine öde Nacht langen sollte bis ans Grab, odernur bis an diese Minute. . . .

Das Schicksal sagte: cS werde Licht, und es ward.Das unsichtbare Schicksal nahm eines Sohnes ängstliche Handund schloß damit ein Auge auf, das einer schönen: Nacht alsdieser ungestirnten würdig war: Viktor drückte die reifeStaarlinsc diese auf die Schöpfung geworfene Dampf-kugel und Wolke in den Boden des Augapfels hinab;und so, da ein Atom drei Linien tief versenket war, hatteein Mensch die Uncrmeßlichkeit wieder, und ein Vater denSohn. Gedrückter Mensch! der du zugleich ein Sohn undein Knecht des Staubes bist, wie klein ist der Gedanke, dieMinute, der Blut- oder der Thränentropfcn, der dein weites