Druckschrift 
3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
Entstehung
Seite
34
Einzelbild herunterladen
 

34

betrübt oder besorgt gewesen zu seyn, daß sie niemand daringeliebt hatte. Derjenige, der nach dem Ko innrer zicn-traktat dcö Eigennutzes, nach dem gesellschaftlichenVertrag der Höflichkeit, sogar nach dem Gränz- undTauschvertrag der Liebe nichts höheres kennt, ein solcher ich wollt' aber, er hätte mich gar nicht vom Verlegerverschrieben dessen fahles Herz nichts weiß von der Brü-deruni tat befreundeter Menschen, vom Jncinanderverzwci-gcn ihrer edlern Gefäße und von ihrer Eidgenossenschaft in

Streit und Schmerz-ich sch' aber nicht ein, weswegen

ich von diesem Tropfe so lange rede, da er nicht einmal inFlamins Sehnen sich hineinzufühlcn weiß, der ein liebendes,achtendes Auge begehrte, weil seine Fehler und seine Tugen-den in gleichem Maße absticßcn; denn bei andern Menschenmachen wenigstens entweder die Flecken die Stralen gut, oderdie Stralen die Flecken.-

Blos in fürstlichen Pfcrdeställen ist das Getöse früherund lauter, als das in der Kaplanei am ersten Wonnemonatwar. Ich frage die erste beste Leserin, ob eS je mehr 'zuLohnen und zu sieden geben kann als an einem Morgen, woein Lord mit dem Staar erwartet wird, und sein Sohn dazuund ein Staarstecher. Die männlichen Rasttage fallen alle-zeit in die weiblichen Raöpeltage; Vater und Sohn gingengelassen dem Doktor und dem Stecher entgegen.

Der erste Mai sing sich, wie der Mensch und seineWeltgeschichte, mit einem Nebel an. Der Frühling, derRaphael der Nordcrde, stand schon draußen und überdecktealle Gemächer unsers Vatikans mit seinen Gemälden. IchHab' einen Nebel lieb, sobald er wie ein Schleier vom An-gesicht eines schönen Tages abgleitet, und sobald ihn größere