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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
Entstehung
Seite
30
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unseres schon unter der Schwelle! O du Mensch mit Au-gen voll Thränen, glaubst denn dn auch wie wir, daß ineinem Leben, dessen Ufer vollhängcn von Erschrocknen, diesich an Zweige, von Verzweifelten, die sich an Blätterhalten, daß in einem solchen Leben, wo uns nicht blosThorhcitcn, sondern auch Schmerzen umzingeln, der Menschein nasses Auge bewahren müsse für rothe, ein beklomme-nes Herz für ein blutendes, und eine leise Hand, die denschweren dicken LcidcnSkclch dem Armen, der ihn leeren muß,trauernd hält und langsam nachhebt? Und wenn dn sobist: so rede und lache wie du willst; denn die Menschen

soll keiner belachen als einer, der sie recht herzlich liebt."-

Nachmittags schickte der Obristkammcrhcrr Uv U->»tein gcwürzhafteS Blätterskclet den Läufer Seebaß zumKaplan und ließ ihn ersuchen denn das Schloß lag derKaplanci nahe gegenüber den Bock nur so lange wegzu-stellcn, bis sich der Wind drehte, weil seine Tochter käme.Trauter H. Seebaß! (antwortete gerührt der Ratten-Kon-troversist) meinen untcrthänigen Empfehl wieder, und Siesehen mein Elend. Morgen erfreuen mich der Lord undsein Sohn und sein Augenarzt mit ihrer Gegenwart, undder Staar wird hier gestochen. Nun stinkt gegenwärtigdas ganze Haus, und die Ratten setzen ihren Nachttanznoch gelassen im Gerüche fort; ich bethcure Ihnen, H. Scc-baß, wir können Tcufelsdreck nehmen und damit die Ka-planei bis zum Dachstuhl ausfüttern, nicht einen Schwanztreiben wir dadurch fort; gefällt ihnen vielmehr. Ichmeines Ortes rüste mich schon darauf, daß sic morgen un-ter dem Stiche an dem Staarstccher und an dem Pazicn-ten hinaufspringen. So erging' cs uns allen, melden