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ich mir weißgcmacht, ich hätte den guten Leuten den ganzenTermin nur cinstudircn lassen als Gastrolle, und wäre alsowirklich ihr Theaterdichter und Direktor. So trag' ich imGrunde meinen stummen Kopf munter als ein komischesTaschenthcater der Deutschen durch deren edelste Behausun-gen (z. B. der Universität, der Negierung) und erhöhe ganzim Stillen — hinter der hcrabgclafscuen Gardine der Ge-sichthaut — Komisches der Natur zu Komischem der Kunst.-
Ich komme zurück. Die Kapläniu erzählte nun so vielvon Viktor, als alle schon wußten. Aber dieses Wiederho-len der alten Geschichte ist eben der schönste Reiz des häus-lichen Gesprächs. Wenn wir süße Gedanken uns selberoft ohne Langweile wiederholen können, warum soll sie nichtauch der andere öfters in uns erwecken dürfen? — Diegute Frau schilderte ihren Kindern, wie sanft und weich, wiezärtlich und weiblich ihr lieber Sohn sei (denn Viktor nanntesic immer seine Mutter) — wie er sich überall ans sie ver-ließ — wie er immer scherzte, ohne jemand zu necken, undimmer alle Menschen, sogar die fremdesten, liebte — undwie sic vor ihm besser als vor irgend einer Matrone ihrgedrücktes Herz aufschließcn konnte und wie gern er mit ihrweinte. — Ein Hofapotheker mit einem BimSstein-Herz —Zeusel schreibt er sich — sah dieses Zerfließen der wärm-sten Seele sogar einmal für eine Thränensistel an, weil erglaubte, keine andern Augen könnten weinen als kranke....Lieber Leser, ist dir jetzo nicht wie dem Lebcnsbeschreiber,der nun den Eintritt dieses guten Viktors in die Kaplanciund Lebensbeschreibung kaum erwarten kann? Wirst du ihmnicht die freundschaftliche Hand reichen und sagen: „Will-„kommen, Unbekannter! — Siche, dein weiches Herz öffnet