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Auerbachs-Hof war, und der auf St. Lüne zueilte, die kleinemündliche Lüge zustellcn lassen, er komme am Freitag; erwollte sie erstlich recht überraschen, und zweitens wollt' erihnen verschämt die Hände binden, die seinetwegen zurüsten,waschen und auftragen wollten, und drittens dacht' er, einemündliche Lüge sei doch kleiner als eine geschriebene. SeinemVater aber schrieb er die Wahrheit, und setzte seinen Ein-tritt in die Kaplanei auf den 1. Mai oder den DinStag an.Der Lord hielt sich in der Residenzstadt Flachsenfingen auf,wo er dem Fürsten moralische Augenleder und Augen-gläser zugleich anlegte und den Blick desselben sowol lenkteals schärfte; aber er war selber blind, obwol nur physisch.Daher mußte sein Sohn einen Augenarzt von Göttingenmitbringen, der ihn im Hause des Kaplans am Dinstag ope-rircn sollte. Da er seinen Viktor zum Doktor Medicinämachen ließ: so wunderten sich meines Wissens viele Göt-tinger darüber, daß ein so vornehmer Jüngling das Doktor-Kopfzeug, diesen Pluto's-Helm, der nicht, wie der mytho-logische, den Träger, aber doch andere unsichtbar macht, auf-setztc, und den Doktorring, diesen Gygesring, der nurandern die Unsichtbarkeit verleiht, ansteckte; aber war dennden Göttingern die Augenkränklichkeit seines Vaters unbe-kannt oder unzulänglich?
Der Lord schrieb dem Hofkaplan, daß er und sein Sohnmorgen kommen würden; der Kaplan überlas die Hiobö-Post still dreimal hinter einander und steckte sie mit komi-scher Ergebung in den Briefumschlag zurück, und sagte:„Wir haben nun hinlängliche Hoffnung, daß morgen unser„Doktor gewiß eintrifft sammt den andern — hübschen Lust-Treffen und Brunnenbelustigungen seh' ich entgegen; Frau!