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Das Drama wurde von den fünf Spielern nicht imOpcrnhause, sondern in einem Saale des Schlosses, der dieKrönung der Residentin begünstigte, in die Welt geboren.Ich war nicht dabei; aber man hinterbrachte mir alleö. Diegute Marie, Beata, hatte zu viele Empfindung, um sie zuzeigen; sic fühlte, daß sie die Wiederholung ihres Schicksalsdramatisire, und sie besaß zu viele von den guten Grundzü-gen des weiblichen Charakters, um sie vor so vielen Augenzu entblößen. Ihre beste Rolle spielte sie also innerlich.Henri, Gustav, spielte außer der innerlichen auch die äußer-liche gut, aus der nämlichen Ursache. Nebst der Musik iso-lirte und hob ihn gerade die Menge, die ihn umsaß, ausder Menge; und das Feierliche gab seinen innern Wellen dieStärke und Höhe, um die äußern zu überwältigen. DerBrief, den er überreichen wollte, verwirrte seine Rolle mitseiner Geschichte, die ich schreibe; und das falsche Lob, dasdie Ministerin seiner neulichen Proberolle aus eben der un-überzeugten Affektazion gegeben hatte, woraus sie die ihrigeüberspannte, half ihm wahres ernten.— Der blödeste Menschist, wenn viel Phantasie unter seinen Thaten glimmt, derherzhafteste, wenn sie cmpvrlodert. —
Eö wäre lächerlich, wenn mein Lob von der Wärmeseines Spiels bis zur Feinheit desselben ginge; aber die Zu-schauer vergaben ihm gern, weil die Armuth an letzter*)sich mit dem Reichthum an erster verband, um sie in dieTäuschung zu ziehen, er sei vom — Lande und bloö Henri. —
*) Nämlich blos an konvenzioneller; denn es gibt eine gewissebessere, von der nicht allemal jene, aber wol allemal ge-bildete Güte des Herzens und Kopfes begleitet wird.
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