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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
Entstehung
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Das Drama wurde von den fünf Spielern nicht imOpcrnhause, sondern in einem Saale des Schlosses, der dieKrönung der Residentin begünstigte, in die Welt geboren.Ich war nicht dabei; aber man hinterbrachte mir alleö. Diegute Marie, Beata, hatte zu viele Empfindung, um sie zuzeigen; sic fühlte, daß sie die Wiederholung ihres Schicksalsdramatisire, und sie besaß zu viele von den guten Grundzü-gen des weiblichen Charakters, um sie vor so vielen Augenzu entblößen. Ihre beste Rolle spielte sie also innerlich.Henri, Gustav, spielte außer der innerlichen auch die äußer-liche gut, aus der nämlichen Ursache. Nebst der Musik iso-lirte und hob ihn gerade die Menge, die ihn umsaß, ausder Menge; und das Feierliche gab seinen innern Wellen dieStärke und Höhe, um die äußern zu überwältigen. DerBrief, den er überreichen wollte, verwirrte seine Rolle mitseiner Geschichte, die ich schreibe; und das falsche Lob, dasdie Ministerin seiner neulichen Proberolle aus eben der un-überzeugten Affektazion gegeben hatte, woraus sie die ihrigeüberspannte, half ihm wahres ernten. Der blödeste Menschist, wenn viel Phantasie unter seinen Thaten glimmt, derherzhafteste, wenn sie cmpvrlodert.

wäre lächerlich, wenn mein Lob von der Wärmeseines Spiels bis zur Feinheit desselben ginge; aber die Zu-schauer vergaben ihm gern, weil die Armuth an letzter*)sich mit dem Reichthum an erster verband, um sie in dieTäuschung zu ziehen, er sei vom Lande und bloö Henri.

*) Nämlich blos an konvenzioneller; denn es gibt eine gewissebessere, von der nicht allemal jene, aber wol allemal ge-bildete Güte des Herzens und Kopfes begleitet wird.

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