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1 (1847) Die unsichtbare Loge : 1ster Theil
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sind. Jedoch blos an Nerven; die Gefühlvollsten sind dieKränklichsten; die Vernünftigsten oder Kältesten sind die Ge-sündesten. Wenn ich ein Fürst wäre: ich resolvirte fürstlichund setzte in einem allerhöchsten Reskript Hausarrest daraus,wenn eine Frau auch nur einen einzigen Medizinlöffel auS-tränkc. Ihr armen Hintergangenen Geschöpfe, warum habtihr so viel Zutrauen zu uns Männern überhaupt, und zuuns Doktoren insbesondere, und lasset euch gern gefallen,daß wir, die Arzncigläscr wie in einer Reiheschank verzapfend,euch auf einem Medizinwagcn so lange spazieren fahren, biswir euch ans den Leichenwagen abladen? .... So sagt'ich manchmal zu ihnen, und dann nahmen sic alle Arzneiennoch lieber ein, die ich ihnen vcrordnete.

Die einzigen Arzneien, die Weibern mehr nützen alsschaden, sind höchstens Kleider. Nach vielen Naturforschernverlängert das Mausern das Leben der Vögel; aber auch dasder Weiber setz' ich dazu, die allemal so lange siechen, bissie wieder ein neues Gefieder anhabeu. AuS der Thcrapcutikläffct sich'S schlecht erklären; aber wahr ist's; und je vor-nehmer eine ist, mithin se kränklicher, desto öfter muß sie sichmausern, wie auch der Sumpfsalamander sich alle fünf Tagehäutet. Ein weiblicher Krebs, der auf eine neue Schalewartet, hockt erbärmlich in seinem Loche. Jedes Gift kannein Gegengift werden; und da gewiß ist, daß Kleider Krank-heiten geben können, z. B. die Hektik, Pest re.: so müssensie unter Anleitung eines vernünftigen Arztes auch Krank-heiten heben können. Ein aufgeklärter Medikus wird meinesDcdünkens, wenn die Höllische Hausapotheke, d. i. die Klci-derkommode, nichts hilft, aus keiner Apotheke als aus demAuerbachischen Hofe in Leipzig rczcptircn. Da Du mancher