Incontinentia »rinne hm. — Blos durch den zellulösen Kar-menmacher fuhr eine ganze aufgefärbtc Sündfluth ohneSchaden glatt hinein und hinaus; er sah aber munter undsatirisch herum uud lauerte darauf, wann sein Nächster hinterden vier Tischen besoffen wäre.
Etwan eine flammende Scheune wäre mit ihren Wall-flsch-Bcschciden zu retten gewesen. . . . Nun kam die Zeit,da jeder betrunken scheinen mußte, wer Spaß verstand —sic diskurirtcn und lallten wider einander mit überschwep-pcnder bäumender Zunge — der Junker und Frotteur streck-ten sich gar in die Stube als zwei Lagerbäumc hin und ihrebauschenden Unterleiber, sollte die Welt dcnkeji, lägen alsWeinschläuche auf den Bäumen — der Amtmann machte dieAugen zu, das Maul aus — der Karmcnmacher stellte sichvor, am tollsten und plausibelsten würd' cr's machen, wenner erstlich gleich wahren Bctrunkncn vorschwürc, er sei nüch-tern, und zweitens, wenn er so gegen die Bcttpfoste um-sänke, daß er ein wahres Löchelchen kriegte. Er hatte sichauch glücklicher Weise eine Wunde verschafft, die größer warals seine Trunkenheit, und wollte aus Rache mit der Nach-richt verbrechen, er habe die Vierherren zum Narren undbloS Wasser gehabt — der Professor wollte auch alles hcr-auSsagen, wie alles und der Wein wäre — die andern woll-tcn'S auch und lachten schon sämmtlich voraus: als zum Un-glück der längst übersättigte Flößinspcktor sich zum Frotteurabgcschlichcn und diebisch statt eines Gegengiftes und Kon-sortativö gegen seinen nachgedrucktcn Wein die vorgeblicheOriginalausgabe desselben gekredenzt hatte, aus des Frotteursoder Reibers Kelch .... es war auch Wasser darin wie inseinem — blitzschnell und halbnürrisch kredenzte er die Kelche