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1 (1847) Die unsichtbare Loge : 1ster Theil
Entstehung
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nassen Scherben auf und puffte dem Gustav, der ihn tröstendbei den Händen faßte, ein wenig hinten ans Schulterblatt,da, wo nach den Kompendien der Milchsaft mit dem Blutzusammenrinnt.Ich hab'ö doch nicht hingestellt," sagt' erJa ja! und hast mir nichts gesagt," versetzte der Blindeund stieß ihn wieder, aber heftiger und doch wenigerzornig.Schlag' immer, ich Hab' dir nichts gethan,"und die Stimme brach meinem guten Helden jener schlugwieder nach und sagte:ich bin dir auch gar nimmer gut," aberso, als würd' er sogleich zu weinen anfangen.Ach duhast dir gewiß einen Splitter eingestochen," fragte Gustavmit der mitleidigsten Stimme mitten im Versuch zu ei-nem neuen Stoße glitt die dünne Eisrinde vom erwärmtenHerzen Amandus herunter, er umfaßte den Unschuldigenund sagte unter Hellen Zähren:Du hast's ja nicht gethanund ich gcb' dir all' meine Spiclwaarc: schlag mich doch

recht," und schlug sich selber.-Blos die Empfindung

der Liebe kämpft mit solchen bittersüßen Sonderbarkeiten.Amandus gestand oft, noch immer wandle ihn, wenn er je-mand Unrecht gethan, mitten in seiner Kränkung darüber dieNeigung an, fort zu beleidigen, um sich selber so weit fortzu kränken, daß er endlich vor Schmerz sich mit der heiße-sten Liebe ans Versehrte fremde Herz werfen müßte. Aber,o lieber Amandus! wenn gerade ein Pädagog in Gestalteiner Moral die Thür ausgemacht hätte!

Man muß niemals glauben, als wollt' ich hier persön-lichen Groll an sämmtlichen Hofmeistern auslasscn: dennerstlich hatt' ich gar niemals einen Hofmeister, zweitens warich selber einer und ein rechter.