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Gustav; dieses Nachtstück bleibt noch nach langen Jahren indeiner Seele wie eine im Meere untergesunkne grüne Inselhinter tiefen Schatten gelagert und sieht dich sehnend an wieeine längst vergangne frohe Ewigkeit. . . . Allein nach we-nigen Minuten schloß der Genius ihn an sich und verhülltedie suchenden Augen mit seinem Busen; unvermerkt liefendie Himmelthüren wieder zu und nahmen ihm den Frühling.
In zwölf Stunden steht er darin; aber ich werde or-dentlich beklemmt, je näher ich mich zu dieser sanften Aufer-stehung bringe. Es rührt nicht blos daher, daß ich nur eineinziges Mal in meinem Leben einen solchen, des Himmelswertsten Geburttag, wie Gustavs seinen, in meinem Kopfeaus- und untcrgehen lassen kann, einen Tag, dessen Feuer ichan meinem Pulse fühle und wovon nur der Wiederschein aufsPapier herfällt — auch nicht blos daher kommt cs, daß nach-her der schöne Genius ungckannt von Autor und Leser weg-ziehct — sondern daher am meisten, daß ich meinen Gustavaus der stillen Demantgrube, wo sich der Demant seinesHerzens so durchsichtig und so stralend und so ohne Fleckenund Federn zusammensctzte, hinauswerfe in die heiße Welt,welche bald ihre Brennspiegel auf ihn halten wird zum Zer-bröckeln, aus seiner Mcerstille der Leidenschaften heraus inden sogenannten Himmel hinein, wo neben den Sccligeneben so viele Verdammte gehen. — Aber, da er alsdannauch der großen Natur ins Angesicht schauen darf: so ist'sdoch nicht sein Schicksal allein, was mich beklommen macht,sondern meines und fremdes, weil ich bedenke, durch wie vielKoth unsere Lehrer unser» inncrn Menschen wie einen Misse-thäter schleifen, eh' er sich aufrichtcn darf! — Ach hätte einPythagoras, statt des Lateinischen und statt der syrischen