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Gegenwärtiger Schreiber ist auf diesem Bogen selberim Begriffe zu fubilircn und ein Familienfest mit einemseiner liebsten Kinder — eben dem gegenwärtigen Buche,seinem romantischen Erstling — zu begehen und redet hierzur zweiten Auflage vor. —
Aber mitten im Feste erwägt er wol, daß ein Autor,wie er, auf diese Weise am Ende mehr Vorreden als Bü-cher macht — z. B. zu Einem dreimal aufgegangenen Hes-Perus drei Vorreden, als Morgenrötheu — und daß folg-lich beinahe des Redens mehr ist, als des Mächens. DasAlter spricht ohnehin gern von sich; aber nachtheilig genugvermehren sich eben mit den Jahren die neuen Auflagenund mithin die Vorreden dazu, worin man allerlei übersich vorbringt.
Das Wenige, was ich hier von mir selber zu sagenhabe, beschränkt sich auf das gewöhnliche vorredncrische Eigen-lob, und auf den als Lobfolie untergelegten Eigentadel.
Stehende Verbesserungen aller meiner Auflagen bliebenauch hier die Land- oder Buch-Verweisungen von faulenTag- oder Sprachdicben oder Wortfremdlingen und dieAusrottung falscher Genitiv S und Ung'S. — Ferner aufallen Blättern, wo es Noth that, wurden Lichter und Schat-ten, und Farben gehoben oder vertieft, aber nur schwach;und da blos meistens in komischen Stellen. Denn wenn ichhätte — um mit dem Lobe fortzufahren — an den ernsterestärken oder ändern wollen, welche die Natur und die Liebeund das Große in uns und über uns malen: so hätte iches in meinem späten Alter nicht zu machen vermocht, indemich bei jenen Stellen schon Gott danken muß, daß ich sienur das erste Mal gemacht. Diese Noth wird sich erst recht
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