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er Lottchcn als Zahrmarktsgcschenk verehrte- Sic bestandin einer kleinen Schäferei. Schneeweiße Lämmlcin weide-te» auf einer grünen Aue, in deren Mitte ein schönes HauSstand, aus welchem so eben der glückliche Besitzer, ein sehrdicker Mann, heraus trat. Er führte seine junge Gemah-lin am Arme, zeigte mit der Hand auf die Schäflein, undaus seinem Munde flatterte ein Zettel, mit den Worten:„Sieh, Weibchen, das alles ist unser!" — Die Nutzan-wendung, die Herr Rammel dabei im Sinne hatte, warleicht zu crrathcn, und er mußte von seinen Nebenbuhlernviel verblümte» Spott darüber dulden.
Unter solchen Scherzen verfloß die Zeit bis zum Essen,ohne daß jemand des Marktschreiers erwähnte. Mit jederMinute stieg Schnurrpfcifcrs Hoffnung, daß über das Dingschon Gras gewachsen sep. Ziemlich wohlgcmuth führte erdaher seine Gaste in das Zimmer, wo er hatte decken las-sen, um nicht tu der allgemeinen Wirthsstube vor Krethiund Plcthi zu tafeln.
Er strengte sich während der Mahlzeit möglichst an, dasGespräch in beständiger Fluth zu erhalten, damit nicht beiciutrctcndcr Ebbe der Zahnbrcchcr Eulalius aus dem seich-ten Grunde hcrausgcklaubt werden möchte. Das zu ver-hindern, gelang ihm eine Weile vollkommen. Doch denFinkenritter verdroß cs von ihm, daß er, unbescheiden alsWirth, einen der beiden schönsten Tafelplätze, nämlich auLottchens Seite, selbst in Besitz genommen, und den zwei-ten aus Dankbarkeit für das mittägige Beifallsgelächtcr,dem Hofrath zugcthcilt hatte. Das heischte Rache, undder Eifersüchtige nahm sie. „Aber Herr Doktor!" rief erplötzlich überlaut: „was für einen Wortwechsel hatten Siedenn auf dem Markte mit Ihrem College«?" —
„Mit meinem College»?" — versetzte Schnurrpfeifer.