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Bei den letzten Worten stellte sich Enlalius höchst entrü-stet, hob drohend die Hand, nnd sprach mit langsam don-nernder Stimme:
Schweig, »ngewaschncS Maul! Wie magst du dich erfrechen,Sv keck und achtungslos von deinem Herrn zu sprechen?Wär' auch mein Beutel schlaff, du buntgcscheckter Tropf,Nu», desto strotzender von Weisheit ist mein Kopf.
Ich habe Zeugnisse von Königen und Kaisern,
Von afrikanischen und deutschen Fürstenhäusern,
Was für ein Mann ich bin! — ein hochgelahrter Mann,Der mit HippokrateS stch kühn vergleichen kann. —
Ins Fäustchen must ich oft berühmter Acrztc lachen,
Die stolz sich blähu, und doch den Kirchhof bucklig machen.Sie schlagen nach dem Tod, und treffen die Natur,
Daun gebt des Kranke» Weg hinaus zur Todtcnffur.
Doch Kraft und Leben strömt aus ineinen Wuuderpillcn,Die manchen Herzenswunsch noch überdicß erfüllen:
Nimmt heut sie mit Vertrau» ein greises Mütterlein,
So wird eS morgen fung und schön, wie Venus, seyn.Insonderheit bin ich ein mächtiger BeschirmerVor den Empörungen der innerlichen Würmer,
Und wenn ein böser Zahn der Menschen Nutze stört,
Husch! brech' ich ihn heraus, wie man die Hand umkehrt.Mir dankten Tausende dafür mit Freudenthräucn,
Und Fässer Hab' ich voll von auSgehobuen Zähnen.
Halloh! ist jemand hier, den solch ein Hebel drückt?
Er traue meiner Hand, sie hilft ihn, sehr geschickt.
Er schwieg setzt, und seine Augen hefteten sich starr aufden Doctor. So war cs verabredet. Spitzkopf hatte ge-sagt : „Den ich am Arme führe, der ist's!" Aber Enlaliusgebcrdctc sich, als erblicke er von ungefähr einen altenBekannten. „Ist's möglich!" rief er, und trat mit auSge-breitcten Armen einen Schritt zurück. „Hab' ich nicht dieEhre, den Herrn Doctor Schnurrpfcifcr vor mir zu sehen?"Bestürzt und erröthend schielte der Doctor nach Lottchen,