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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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istest verlornes und in Müßiggang und Völlerei vergeude-tes Leben! Ich spreche derb mit dir; denn auf einenharten Knorren gehört ein harter Keil. Solltest du aberwagen, meinetwegen fördcr im Lande herumzuprachern,so siehst du mich noch schrecklicher wieder! Bei diesen Wor-ten drohte mir der Geist mit geballten Fanst und ver-schwand."

Ganz entkräftet schloß Herr von Pampcl hier seinenBericht, und forderte zur Stärkung einen Trunk Wein,der ihm gereicht wurde.

Der Pfarrer gab sich Mühe, ihn zu beruhigen, undstellte ihm vor, daß die Erscheinung nur ein lebhafterTraum gewesen sep.Man fällte vielleicht" setzte erhinzuda und dort in Ihrer Gegenwart über LuthersDenkmal dergleichen Urtheile, und das fiel Ihnen denn imTraume wieder ein." Pampel gestand, es hätten meh-rere Personen beinahe so, wie Luther, mit ihm gesprochen;doch ließ er sich nicht ausrcdcn, daß ihm dessen Geist wirk-lich erschienen sep.

Er ward mit jeder Minute schwächer. Ein Schlagfluß(der eben so, wie der ängstliche Traum, eine Folge derunmäßigen Abendmahlzeit war) lähmte ihm die Zunge,und er fing an, irre zu reden.Laßt mich mein Testamentmachen!" sprach er lallend.Ich bestimme mein gan-zes Vermögen zu einem marmornen Denkmal fürmeine Freundin Gertrude Schnick. Es soll errichtetwerden auf dem Platze, wo sie für mich als Heldinstarb; und bleibt etwas übrig, so reiche man denArmen des Orts, wo sie begraben liegt, jedemeine Flasche Wein!"