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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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Dienstzcit keine Stecknadel veruntreut habe. Das half ihmaber nichts; er wurde Knall und Fall verabschiedet, undGallaff nahm, durch die herrlichsten Bedienten-Organeverleitet, einen liederlichen Schuft an, der ihm täglichVerdruß machte, und endlich sogar mit seinen Reitpferdenheimlich davon ritt. Dennoch hielt ihn der Baron fürehrlich und sagte: nicht er, der gute Kerl, scp mit denPferden dnrchgegangen, sondern die Pferde mit ihm.Nach einiger Zeit ward Gallaff des Aufenthalts inWien überdrüssig und trug mir an, ihn auf sein Landgutzu begleiten. Wir reisten dahin ab. Eine große Schädcl-sammlnng, die er mitnahm, verdrängt' uns fast aus demWagen. Wir saßen wie in einem Bcinhausc.

ÄlS wir auf dem Gute ankamcn, fing er sogleich an,die Köpfe seiner Leute zu mustern und allen durch dieBank den Laufpaß zu geben, die mit den zu ihren Dienst-gcschästen erforderlichen Organen nicht ausgerüstet waren.Sogar das ehrwürdige, graue Haupt einer scchzigjährigcnTante, die seine Wirtschaft vortrefflich führte, mußte sich derallgemeinen Prüfung unterwerfen. Hier fand er mit Erstaunendas Organ des Geschlcchtstricbcs, und sagt' cs ihrunvcrholcn ins Angesicht. Die alte, keusche Jungfrau nahmdas sehr übel und verließ im Zorn sein Haus. Mit ihr wich derSchutzengel seines Wohlstandes von ihm. Doch das kümmerteihn nicht. Er vertraute Hab' und Gut den herrlichen Or-ganen seiner neuen Dienerschaft an, ließ die Menschenschalten und walten, wie sic wollten, sah keine Rechnungnach und hielt lieber den Bauer» öffentliche Vorlesungenüber die Schädcllehrc. Hans und Kunz wurden darüberganz damisch, tappten einander auf die struppige» Köpfeund erklärten sich wcchsclsweise für Diebe und Mörder.