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und befand sich gegen Abend in der That nicht wohl.Aber der wachhabende Lieutenant war gegen seine Klage»taub und bcthcnerte mit einem Strom von Fluche»: ermüsse Schildwachc stehn, lebendig oder tobt.
Die Glocke schlug Elf. Der Kadett schauderte zusammen,stürzte voll Verzweiflung ein grobes Glas Branntweinans, schob ein Fläschlein dieses Mnthtranks in die Tascheund schritt mit wankenden Kniecn und leisen Stoßseufzer»dem Gefreiten nach, der ihn zum Kloster führte.
Gleichwie — nach den Worten eines alten Kirchenliedes— gleichwie sich fein ein Vögelei» im hohlen Baum ver-stecket . wenn's trüb hcrgeht: — so faßte auch er unterWeges den tröstlichen Entschluß, tief ins Schilderhaus z»kriechen, das Gesicht an die Hintcrwand zu drücken unddie ganze Welt mit dem Nucken anzusehcn. Als er aberauf seinem Posten ankani, vermißte er mit Schrecke» daswohlthätigc Schntzgehänse, worauf er gerechnet hatte, undder Gefreite wicö ihn an, bei üblem Wetter in eine Hallezu flüchten, die sich vor der Pforte der Klosterkirche be-fand.
Diese hölzerne und schon ziemlich verfallene Laube, diegleichsam die Vorrede des Gotteshauses war, hatte fürihn eben so wenig Werth, als meistens die Vorreden derBücher für den großen Hansen der Leser, Sie schien ihmein unzulängliches Asyl; denn sie war so weit und sooffen, daß ihn die Heersckaaren des Fürsten der Finsternißvon allen Seiten umzingcdi konnten. Da jedoch keinevortheilhaslere Festung vorhanden war, so wählte er darinden sichersten Platz und stärkte fleißig sein zagendes Herzans der Muthflaschc, Diese ward leer, ohne daß sich ir-gend ei» furchtbarer Popanz wittern ließ. Ein paar Fle-dermäuse, die ihm um den Kopf schwirrten, schienen ihm