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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
Entstehung
Seite
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Fünftes Kapitel.

Der Krug geht sr lange zum Wasser, bis er bricht.

Die Speisekammer war so reichhaltig, daß zwei oderdrei Plünderungen, die der Kadett kurz »ach einander ansähnliche Art unternahm, nicht bemerkt wurden. Durch seinGluck kühner gemacht, that er aber nun einen gar zu un-verschämten Griff in die Wurste, und hieß sogar einenganzen Schinken mitgehn. Sv war es natürlich, daß dieHansvcrwalterin bei der nächsten Uebcrstcht ihrer Vvrräthedie beträchtlichen Mängel wahrnehmcn mußte.

Sic lief mit Jammergeschrei zum Doltor und gab ihmKunde davon. Beide zerbrachen sich eine Weile mit schwan-kenden Mnthmaßnngcn über den Thäter den Kopf. AmEnde ruhte der Verdacht ans dem cßgierigen Miethmann,und sie erricthcn so ziemlich, wie er seine Partirerei an-gestcilt hatte. ^

Ans Achtung gegen seinen ehemaligen Vorgesetzten, denalte» Kapitän Pampel, wollte Kirchhof nicht all die großeGlocke schlagen, daß der fange Herr lange Finger gemachthatte; doch fand er nöthlg, diesen ein Bißchen darauf zuklopfen, damit er künftig das Speisegewölbc in Nahe lasse.Nach kurzem Besinnen gab ihm die Feigheit seines Haus-genosse,i, die feiner Beobachtung nicht entgangen war, eineNnthc in die Hand, womit er ihn zu züchtige» beschloß.