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nutzen. Sei» besserer Genius betete ihm zwar das siebenteGebot vor: allein er achtete das nicht, weil ihn schon inder frühesten Jugend seine Wärterin und andere Dienst-boten belehrt hatten, daß Eßwaarcn nicht darunter begrif-fen wären. Es kam also nur darauf an, ob Jutta festgenug schlafe. Er pruste sic durch Huste» und anderesGeräusch: sic rührte sich nicht. Er rüttelte und schütteltesic, zupfte sic sogar au der Nase: sic lag wie ei» gefühl-loser Stein. So gesichert, schritt er behutsam zum Werkeuud häkelte mit katzcnartiger Geschicklichkeit de» Schlüssel-ring aus dem Schürzenbaudc.
Er kannte den rechten Burschen, und fand ihn bald ausder übrigen Gesellschaft heraus; doch Plötzlich verlor erden Muth, die Sache weiter zu treiben. Es war ihmnicht bange, auf der That ertappt zu werden; er fürchteteblos, daß irgend ein Unhold die Schätze der Speisekam-mer bewachen und ihm das Gcnik breche» möchte. Manverdenke ihm das nicht! Viel klügere Leute, als er,glaubten vormals Gespenster. So sott sich, zum Beispiel,im Stadtarchive zu Hcchingcn in Schwaben ein landes-herrlicher Befehl vom Jahre 1725 befinden, worin Je-dem, der einen Kobold, Nir oder anderes Ungcthüm, le-bendig oder todt, dem Obcrjägcrmcister eiuliefcrt, eine Be-lohnung von fünf Gülten versprochen wird.
Aber wären auch fünf Millionen zu gewinnen gewesen,eine so halsbrccheude Jagd hätte Thomas gewiß nicht unter-nommen; denn er zitterte vor solchem grimmigen Wilde,wie vor dem lebendigen Teufel, und das machte ihn jetzteine lange Weile sehr unentschlossen. Der Sporn der Lü-sternheit stachelte ihn vorwärts; der Zügel der Angst zogihn wieder zurück. Doch am Ende ward er hartmäuligund achtete des Zaumes nicht mehr. Er nahm das Licht