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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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Aber cs gab andere Leute, die sich früher auf den Weggemacht hatten. Zwischen drei nnd vier Uhr kam Frauvon Wüsthof mit einem keuchenden Postzuge mehr geflo-gen als gefahren und hielt vor dem Gasthofe.

Mit dieser eilfertigen Reise hatte es folgende Be-wandtniß:

Herr von Wüsthof sollte, nach dem uns bereits kun-digen Befehle seiner Hausfürstin, des Abends vorher vonseiner Fahrt zurückkommcn. Sie erwartete ihn schon inder neunten Stunde, und ärgerte sich bis um zehn Uhr-ganz mäßig über sein Ausbleiben. Nun aber stieg ihrGrimm mit jedem Vicrtclschlage der Thurmglocke, undgegen Mitternacht ward sie so wüthend, daß sie den un-gehorsamen Uebcrtreter ihres Gebotes mit den Händenhätte zerreißen mögen. Ihre männlichen und weiblichenBedienten durften nicht zu Bett gehen nnd wurden alleAugenblicke herbeigeklingclt.Hört Ihr noch keinen Wa-gen kommen?" schrie sie ihnen entgegen, und wenn sieder Wahrheit gemäß Nein sagten, brannten die unzartenFinger ihrer Gebieterin ihnen rechts und links ein Feuer-mahl auf die Backen.

Gnädige Frau," sprach ein Bedienter, indem er seinenKopf eiligst in Sicherheit brachtecs fällt mir ebenein, daß der Bauer Jochim heute früh nachKaniuchenberggegangen ist. Sollte der nicht vielleicht von dem gnädi-gen Herrn, der dort durchreiset, etwas gehört oder ge-sehen haben?"

Geht, Esel, und fragt ihn!" rief die zornige Stroh-wittwe.

Der Bediente rannte fort und erkundigte sich bei Jochim,der eben erst heim gekommen war, nach dem Obersten.

Je, den Hab' ich in Kaninchcnberg gesehen!" sagte der