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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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theils den Oberst, ckheils die empfindsame Wittwe beiSeite zog und nach erhaltener Vorschrift bearbeitete. Dasie schon eine zärtliche Neigung für einander gefaßt hatten,so war nach dem Sprichwortc den Gelehrten gut predigen.Wüsthof gestand: Frau von Goldammer sey eine schar-mante, geist- und gefühlvolle Dame, und sie erllarte ihnfür einen wacker», verständigen Kavalier. Die Agentendes Hosmarschalls überschritten nun zum Thcil ihren Auf-trag , und erboten sich dem Oberst auf der Stelle zuFrciwerbcrn. Er lehnte das freilich ab; doch that er esin der freundlichsten Laune, die deutlich zu erkennen gab,daß er gegen die Sache selbst nichts einzuwendcn habe,sondern nur den Anstand beobachten und nicht mit derThllrc ins Haus fallen wolle.

In der folgenden Nacht erschien ihm Frau von Gold-ammer im Traume. Sie saß an einer Tafel, die mit ho-hen Pyramiden von Gold und Silber belastet war. Erstand nicht weit davon und staunte. Da winkte sie ihm,mit der Hand auf ihre Ncichthümer zeigend, als wollte siesagen:Das alles ist Dein, so Du uiederfällst und michanbetest!" Er wollte sich ihr zu Füßen werfen. Aberin diesem Augenblicke ward sie so häßlich wie der Geist,der einst mit jenen Worten die Schätze der Welt ausbot,und auf der andern Seite kam Antonie, schön wie einEngel, mit thränendcn Augen gegangen. Ihr Anblick er-schütterte den Träumer. Er kehrte der Mißgestalt denNucken und wandte sich zu dem Mädchen. Plötzlich hörteer ein betäubendes Geraffel von Goldmünzen. Er sah sichum. Frau von Goldammer schüttete eine» UngeheuernGetreidesack voll Dukaten auf den Fußboden aus, und csentstand ein goldner Berg, der ihr über den Kopf wuchs