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staunt, ohne dabei zu sich selbst zu sagen: warum du nichtauch? — der zeichnet sich gewiß nimmer in einer Kunstoder Wissenschaft aus, wird'überhaupt in keinem Facheein großer Mann! — Das Zauberwort: Warum nicht?begeistert den Weisen zu allem Schonen .und Guten; wennaber — das merke dir, Gustav! — wenn ein tollkühnerThor diese Formel zu seinem Wahlspruch macht, so ist siceben so gefährlich, als ein geladenes Feucrgewchr in derHand eines ÄindeS "
Einige Jahre nach diesem Austritt ging Wilhelm aufeine Universität. Er war kein außerordentlich genialischerKopf und fand in den Gebieten der Rechtswissenschaft undder schönen Künste manchen steilen Berg, den er mühsamerklimmen mußte. Viele andere Jünglinge, die mit ihmauf demselben Wege waren, schwangen sich auf den Flü-geln ihrer stärkern Geisteskraft leicht hinüber; er aber ver-zweifelte oft an sich selbst und an der Möglichkeit, sie cin-zuholen. Diese Niedergeschlagenheit dauerte jedoch nur solange, bis er zu sich selbst sagte: . Warum nicht?" —Mit neuem Muthc beseelt, verdoppelte er dann seinen Fleiß,ersetzte dadurch, was ihm von der stiefmütterlichen Naturversagt worden war, und verließ die Akademie mit einemSchatz von Kenntnissen, den hundert Andere nicht aufzu-wcisen hatten, die zwar mit höhern Fähigkeiten begabt wa-ren , aber Anstrengung scheuten.
Kurz darauf trat er in die Dienste des Staats undbildete sich durch rastlose Thätigkcit zu einem vorzüglichenGeschäftsmannc. Er bekleidete die verschiedenen Aemtcr,die ihm stufenweise auvcrtraut wurden, mit musterhafterRedlichkeit, zog stets das allgemeine Beste seinem Privat-