Warum nicht?
oder
die drei Srüdcr.
In der schattigsten Laube des väterlichen Schloßgartenssaß Junker Adolph auf einem bequemen Armstuhl, den ihmimmer ein Bedienter nachtragen mußte, weil die hölzernenBänke dem verzärtelten Weichling zu hart waren. Erpflegte gern seines Leibes, und hatte schon, ungeachtet ererst zwölf Jahre alt war, einen guten Ansatz zur Gestalteines wohlgenährten Prälaten. Essen oder schlafen — schla-fen oder essen — war seine unabänderliche Tagesordnung.Er kam eben jetzt, ehe er sich in den Garten erhob, ausdem Bette, wo er gewöhnlich Mittagsruhe hielt, und machtesich nun frisch daran, ein großes Stück Kuchen zu schmau-sen, das ihm seine gnädige Mama, deren Augapfel er war,auf den Weg gab.
In derselben Laube, wo er sich niedergelassen hatte, be-schäftigte sich Wilhelm, sein älterer Bruder, mit einer ihmvon seinem Lehrer aufgegebenen Arbeit. Adolph sah schwei-gend und kauend ihm lange zu. „Leg' doch die Feder