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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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Der ProzeH nm einen Betlelbuben.

Vor uralter Zeit, als man noch keine stehenden Heerehatte, mußten einst die gelammten Bürger eines deutschenStädtleins, von ihrem Oberherrn gezwungen, die Waffe»ergreifen und ins Feld ziehen. Nur Weiber und Kinderblieben zu Hause und harrten von einem Tage zum an-dern auf die glückliche Heimkehr ihrer Gatten und Väter.Aber sie hofften vergebens. Die kleine Heldenschaar erlitteine so blutige Niederlage, daß kaum zwei oder drei, dieaußerordentlich gut zu Fuße waren, dem feindlichen Schwertentrannen, und durch die traurige Botschaft, die sie mit-brachten, jedes Haus in Schrecken und Jammer versetzten.

Einige Wochen lang sah man nichts als Weinen undWehklagen. Alle Geschäfte lagen darnieder. Die trostlo-sen Wittwen nahmen sich keines Dinges an und redetennur immer von ihren seligen Männern und von jenerWelt, wo sie wieder mit ihnen vereinigt zu werden hoff-ten. Diese zärtliche Sprache führten auch Frauen, die mitihren Eheherrcn so verträglich wie Hund und Katze gelebthatten.

Durch einen solchen allgemeinen Stillstand der Betrieb-samkeit mußte das Städtchen nothwendig ganz in Verfallkommen. Viele Familien geriethen an den Bettelstab, weil