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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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vermuthlich ihre Entschließung, mich zu verlassen. Seitacht Tagen ist sie fort und mit ihr alles, was ich besaß.Ich nahm, von ihr überredet, zwei schwere Koffer auf dieReise mit; diese hatte sic, indem ich schlief, völlig aus-geräumt, und als ich erwachte, war sie verschwunden.Meine täglichen Kleider, die sie mir aus Großmuthoder weil sie ihr des Fortschaffens nicht Werth schienen,gelassen hatte, nahm Madam Immergrün sogleich für dieZimmermiethe in Beschlag, und drohte mir, mich insöffentliche Krankenhaus bringen zu lassen. Ich bat Gottum meinen Tod und enthielt mich die letzter» Tage jederNahrung, nm desto schneller zu sterben. Die Wirthinließ sich mein Fasten gern gefallen und bot mir keinenBissen Brod an.

Arvanzigsttrs Kapitel.

Rückkehr zur Heinuith und Hochzeir.

Karolinc war eben am Schluß ihrer Erzählung, alsMadam Immergrün mit der Schüchternheit eines bösenGewissens aus der Apotheke zurückkam. Sie mochte sichwohl verstellen, daß wir indessen von ihren löblichen Thatengesprochen hatten. Ich verhehlte ihr das auch nicht underklärte ihr, daß sie sich dadurch der von mir in denZeitungen ausgescßtcn Belohnung verlustig gemacht habe.Sie verstummte vor Schrecken und enthielt sich aller losenWorte, die ich erwartete. Dicß bewog mich, freigebigergegen sie zu sepn, als ich vorher Willens war, und wirschieden friedlich von einander.

Nach wenigen Tagen blühten wieder Rosen auf Karo-