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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Zimmer, dessen größten Raum ein Bett mit Vorhängencinnahm. Ich schlug sie zurück mnd, stand schaudernd voreiner bleichen Todtcngkstalt, die mit gesenktem Haupte undgefalteten Händen auf einer schlechten Matratze lag. Eswar Karolilie. Ich rief mit einem'Schrei der Verzweif-lung, ihren Namen. - Sie öffnete matt die Augen,!, erblicktemich, und. ein plötzlicher Frcuden.schauer erschütterte.sie wieein elektrischer Schlag. Lächelnd streckte sie:d.rc Arme nachmir aus und wollte sprechen; aber sie konnte nur unver-ständliche Töne lallen. Sie ergriff meine Hände »-.zog .siehastig an ihren Mund und küßte sie weinend und wim-mernd. Mir selbst benahm, die Wchmuth einige. Minutenlang die Sprache.

Nach wieder erlangter Fassung fragte ich die Frau, diemich hergcfüh.rt. hatte und deren Wohnung das Stübchenwar: ob die Kranke von einem Arzte, besucht werden Nein,sagte sie. Wer hätte ihn bezahlen sollen? . Sie ist nacktund blos und ich selbst bin arm. Ich wollte sie noch heute,wenn ich nicht noch zufälliger Weise Ihre Anzeige in denZeitungen erfahren hätte, ins öffentliche Krankenhaus brin-gen lassen. Aber sie hatte einen heftigen Abscheu dagegenund wollte lieber sterben."

Karoline im Lazarcthe! Mich ubcrlief ein Schauerbei dieser Vorstellung, und ich schickte das Weib fort,, umso geschwind als möglich einen Arzt zu rufen. Indessenhatte sich die Kranke etwas erholt. Ich fragte sogleichnach der Tante und ihrem Spießgesellen, und hörte zumeinem Vergnügen, daß sich beide aus dem Staube ge-macht hatten. Doch ich will Karolinen den ganzen Her-gang ihrer Degegnisse nach der Zeitordnung erzählen.las-sen, und nur das übergehen, was ich schon vorher vonSabinen erfahren hatte.