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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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Mad. Schwalbe. Da brachte ich Sie denn hier iiraller Unschuld zusammen. Ich bin honnett und ehrlich bei derSache zu Werke gegangen; aber gewisse andere Leute nicht.

Fr. v. Schmelz. Auf wen sticheln Sic?

Mad. Schwalbe. Nicht ans Sie, gnädige Frau.

Moritz. Also auf mich?

Mad. Schwalbe. Ich kann und will's nicht läugnen.

Moritz <drohend>. Madam Schwalbe!

Mad. Schwalbe. Sic wollen sich wohl noch mausigmachen, junger Herr? Ist denn das etwa ein feinesStückchen, sich einen falschen Namen zu geben und dadurchein stilles, ehrbares Haus in Lärm und Aufruhr zu setzen?

Moritz. Schweigen Sie über den Punkt der falschenNamen, das rathe ich Ihnen!

Mad. Schwalbe (stemmt die Arme in die Seiten).Wie?- was? Sie wollen mir in meinen eigenen vierPfählen den Mund stopfen? Schweigen Sic doch um'sHimmels willen selbst! Wer ein gläsern Dach hat, mußnicht mit Steinen werfen. Verstehen Sie mich?

Moritz. Reizen Sie mich nicht weiter, Madam!Sonst

Mad. Schwalbe (heftig aufkrcischend). Junkcrchen!wenn Sie nicht aufhörcn zu droben, so nehme ich Sie beimFittich und führe Sic zur Thür hinaus.

Moritz. Drache, rühre mich an!

(Sie machen Miene, sich thätlich aneinander zu vergreifen.)

Neunzehnter Auftritt.

Julie. Die Vorigen.

Julie (fliegt auf die Bühne herein und drängt sich zwi-schen die Streitenden). Liebe Tante, besänftigen Sie sich!